Neuerungen Sozialversicherungen 2021

04.12.2020

Anpassung der Grenzbeträge und Beitragsätze in der 1. Säule per 1. Januar 2021

Der über die Erwerbsersatzordnung (EO) entschädigte Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen wurde in der Volksabstimmung angenommen und tritt am 1. Januar 2021 in Kraft. Zu seiner Finanzierung wird der EO-Beitragssatz ab dem 1. Januar 2021 von 0.45 auf 0.5% erhöht.

Die Leistungen (Alters-, Hinterlassenen- und IV-Renten) aus der 1. Säule (Alters-, Hinterlassenen- und IV-Renten) werden per 1. Januar 2021 der aktuellen Preis- und Lohnentwicklung angepasst.

Anpassung in der 2. Säule per 1. Januar 2021

Aufgrund der Anpassungen in der 1. Säule, werden auch die Grenzbeträge in der 2. Säule entsprechend angepasst.

Der Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge beträgt seit 2017 unverändert 1%.

Weiter werden die seit 2017 ausgerichteten Hinterlassenen- und Invalidenrenten der obligatorischen 2. Säule erstmals der Teuerung angepasst. Die Anpassung beträgt 0.3%. Die in den Jahren 2016 und früher entstandenen Renten werden nicht angepasst, aber im Rahmen der nächsten AHV-Rentenerhöhung überprüft und entsprechend frühestens auf den 1. Januar 2023 angepasst.

Anpassung in der 3. Säule per 1. Januar 2021

Aufgrund der Anpassungen in der 1. Säule, werden auch die maximalen Einlagen in die Säule 3a angepasst. Die maximale Einlage beträgt ab 2021 CHF 6‘883 (bzw. CHF 34‘416 ohne 2. Säule). Im 2020 betrugen die Maximalbeträge CHF 6‘826 (bzw. CHF 34‘128 ohne 2. Säule). 

Tipp: Bezahlen Sie Ihre 3. Säule bereits im Januar des entsprechenden Jahres ein. Einerseits profitieren Sie so noch mehr vom Zinseszinseffekt und andererseits verbleiben Ihnen bei einem allfälligen finanziellen Engpass noch fast zwei Jahre um die Lücke zu schliessen. 


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